Mecklenburger Seenplatte

Mecklenburger Seenplatte

Die Mecklenburger Seenplatte ist mit ihren über 1000 Seen nicht nur ein herausragendes Wassersportgebiet, sie bietet auch sonst alles, was man sich als Urlauber nur wünschen kann. Zahlreiche sportliche Aktivitäten und kulturelle Veranstaltungen werden ganzjährig angeboten. Naturparks und Erholungsgebiete laden zum Entspannen, Durchatmen und Kraft tanken ein und durch die herrliche Landschaft, die die Seen umgibt, ist die Mecklenburger Seenplatte zu jeder Jahreszeit ein Genuss.

Die Lage

Die Mecklenburger Seenplatte liegt in Mecklenburg, zentral und im Süden des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Südöstlich ragt die Seenlandschaft in das Bundesland Brandenburg hinein. Insgesamt erstreckt sich das Seengebiet im Nordosten von Deutschland über einen etwa 30 km breiten und 240 km langen Streifen. Beginnend im östlichen Teil Lübecks, über die Mecklenburg-Vorpommersche Hauptstadt Schwerin und den Müritz, einen der größten Seen Deutschlands. Er endet nach dem Kleinseengebiet bei Neustrelitz mit der Stadt Eberswalde.

Naturparks und der Nationalpark Müritz

Über das gesamte Gebiet der Mecklenburger Seenplatte liegen mehrere Naturparks. Die vielen Flüsse, die die Seen verbinden, laden zu einer Entdeckungstour ein. Dem Beobachter wird nicht nur der Ausblick auf eine eindrucksvolle, naturgeschützte und abwechslungsreiche Landschaft ermöglicht. Auch die bunten und üppigen Wälder und Wiesen inspirieren zu Abenteuer und Wanderlust.

Die bekanntesten Naturparks sind:

  • Lauenburgische Seen
  • Sternberger Seenland
  • Nossentiner/Schwinzer Heide
  • Feldberger Seenlandschaft
  • und die Mecklenburgische Schweiz

Besonderes Highlight ist der Nationalpark Müritz.

Im Land der 1000 Seen ist es naheliegend, dass sich fast alles auf dem Wasser abspielt und es sich auch in den Naturschutzgebieten vor allem um Wasserlandschaften handelt. Die Landschaft gilt in Europa als das größte geschlossene Seengebiet, da die Seen durch kleinere Flüsse und Binnengewässer miteinander verbunden sind.

Besonders eindrucksvoll ist der Nationalpark Müritz, bei dem sich alles um einen der größten Seen Deutschlands dreht. Eine traumhafte und noch ursprüngliche Natur erzählt die viele tausend Jahre lange Entstehungsgeschichte. Auch die idyllischen Dörfer und lebendigen Städte erwecken mit alten Gutshöfen und Schlösschen Erinnerungen an eine lange und ereignisreiche Geschichte.

Umweltfreundliche Erkundung mit dem Bus

In einer so naturbelassenen Seenlandschaft wird natürlich auch der Schutz der Umwelt groß geschrieben und an vielen Stellen unterstützt. Mit MÜRITZrundum wurde eine kostengünstige Möglichkeit geschaffen, das Gebiet mit dem Bus zu erkunden. Für Gäste der Orte Waren, Klink, Röbel und Rechlin sind die Busse der Nationalparklinie sogar kostenlos nutzbar.

Mecklenburger Seenplatte bei Ausflügen entdecken

Hier kann einfach keine Langeweile aufkommen, weil so viel Sehenswertes zu Ausflügen einlädt.

Der Bärenwald Müritz

Der Bärenwald Müritz liegt am Plauer See und ermöglicht es Bären, die in Gefangenschaft lebten, nun artgerecht im Wald zu leben. Das Projekt der Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ ermöglicht 16 Braunbären ein Leben auf knapp 16 Hektar großen Fläche. Zwischen Mischwald, auf Wiesen und Lichtungen und an einem kleinen Bach, können die Bären ihren natürlichen Instinkten folgen.

Auf einem 200 langen „Natur-Entdeckerpfad“ können Besucher die Braunbären beobachten und in interaktiven Stationen etwas über Verhalten und Geschichte der Bären in Europa lernen.

Die Klostertstadt Dargun

Die Mecklenburgische Schweiz zählt mit ihren alten Wäldern und der hügeligen Moorlandschaft zu den ursprünglichsten Naturlandschaften in Deutschland.

Die kleine Stadt Dargun beeindruckt durch ihr Kloster, das bereits um 1170 eine große kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung hatte. Nach seiner Glanzphase wurde es 1552 aufgelöst und zu einem Schloss umgebaut. Ende des Zweiten Weltkrieges brannten Schloss und Kirche ab, doch selbst die Ruinen sind bis heute imponierend. Besonders gut ist der Ausblick vom 25 m hohen Aussichtsturm aus, der über eine Wendeltreppe zugänglich ist.

Über die Geschichte des Klosters und der Stadt können sich Gäste im Heimatmuseum im Gästehaus des Klosters informieren. Ein Spaziergang durch den Schlossgarten macht den Ausflug perfekt.

Ein Höhepunkt für Familien kann eine Draisinen Tour in der Nähe des Sees werden. Die 17 km lange Strecke führt über Wiesen, durch Wälder und Felder, vorbei an alten Bahnhöfen und endet in dem charmanten Fischerdorf Salem.

Dobbertiner Kloster

Auf einer kleinen Halbinsel erhebt sich, ganz idyllische von einem Park umgeben, das Dobbertiner Kloster. Bereits 1220 gründeten Benediktinermönche dort eine erste Gemeinschaft. 1275 wurde mit dem Bau einer Kirche begonnen. Im 19. Jahrhundert wurde das stattliche Kloster um einen Doppelturm erweitert.

Erst ab 1827 wurde die Klosterkirche grundlegend zu einem neugotischen Ziegelbau mit Doppelturm umgebaut und erhielt somit ihr heutiges Äußeres. Der Innenraum der Kirche beeindruckt mit einer geschnitzten Kanzel und einer üppig verzierten Empore. Die Buntglasscheiben der vier neugotischen Fenster werfen ein zauberhaftes Licht auf den Altar. Der Umbau dauerte 30 Jahre, erst 1857 konnte die Klosterkirche eingeweiht werden.

Das Agroneum

Das Agroneum ist ein Freilichtmuseum in Alt Schwerin, in der Nähe des Plauer Sees. Es zeigt, wie sich die Landwirtschaft zwischen 1850 und der Jahrtausendwende verändert hat. Vor allem der technische Fortschritt und seine Auswirkungen auf die Arbeite und das Leben der Menschen wird dargestellt.

Auf einem ehemaligen Rittergut entstanden, wurden die bestehenden Gebäude Herrenhaus und Landarbeiterhäuser durch historische Gebäuden wie einer Tagelöhnerkate, einer Dorfschule, einer Schmiede und einer Windmühle erweitert.

In Erlebniswelten können die Besucher ganz und gar in die Vergangenheit und das ländliche Leben eintauchen und den Wandel hautnah miterleben.

Der Fridolinweg über den Schmalen Luzin bei Feldberg

Besonders gut für Familien geeignet ist der 10 km lange Fridolinweg.

Der Schriftsteller Hans Fallada erschuf den Dachs Fridolin, der in der Feldberger Seenlandschaft zu Hause ist. Auf dem Rundweg am südlichen Teil des Sees Schmaler Luzin können sich Eltern und Kinder in der hügeligen Landschaft auf die Spuren des kleinen Daches begeben. Besonders begeistert werden die Gäste von der Fahrt mit der handbetriebenen Fähre über den See sein. Die kleine Fähre wird dabei an einem Stahlseil durch das Wasser gezogen.

Das Hans Fallada Museum kann am Anfang oder am Ende der Wanderung in Carwitz besichtigt werden. Der familienfreundliche Fridolinweg wurde übrigens von der Initiative „Wanderbares Deutschland“ als Qualitätswanderweg ausgezeichnet.

Das Schloss bei Basedow

Zu einem herrlichen Ausflug in zauberhafter Kulisse lädt das Schloss Basedow in dem gleichnamigen Dorf ein. Am Malchiner See gelegen und von einem wunderschönen Landschaftspark umgeben lässt sich bei einem Spaziergang in die Geschichte des herrschaftlichen Gebäudes eintauchen.

Bereits im 13. Jahrhundert besaß die Adelsfamilie von Hahn eine Burg auf dem Anwesen, neben der im 16. Jahrhundert ein Landgut im Renaissancestil errichtet wird. Im 19. Jahrhundert begann eine komplette Neugestaltung, bei der sowohl das Schloss, als auch die Wirtschaftsgebäude neu erbaut wurden. Sogar das Dorf wurde nahezu vollständig erneuert und in sein bis heute erhaltenes Erscheinungsbild verwandelt.

Im Urlaub aktiv

Vor allem für Wassersportler ist die Mecklenburger Seenplatte ein Paradies. Profis können direkt loslegen, aber auch für Anfänger und Kinder werden zahlreiche Wassersportkurse angeboten.

Auf dem Wasser

Paddeln ist in den Flüssen und Seen besonders gut möglich, weil es sich in der Regel nicht um Fließgewässer handelt. Ob mit Kanu, Kajak oder Canadier – da mit kaum störender Strömung zu rechnen ist, steht dem Paddelvergnügen nichts im Wege.

Segeln ist immer wieder ein außergewöhnliches Vergnügen. Auf den Seen bestehen Möglichkeiten Segelboote zu mieten oder an Ausflügen teilzunehmen.

Eine Zeit auf dem Hausboot zu leben ist für Groß und Klein nicht nur ein besonderer Spaß, sondern auch ein großes Abenteuer für die ganze Familie.

Besonders Kinder und Jugendliche lieben es mit dem Floß zu fahren. Es ist eine spannende Erfahrung und lädt auf eine ganz neue Art zur Erkundung der Gewässer ein.

Die Mecklenburger Seenplatte ist übrigens vor allem für Hobby – Kapitäne, die keinen Bootsschein haben attraktiv. Die Müritz und alle angebundenen Seen gelten als Gewässer, die ohne Führerschein befahren werden dürfen. Ein Charterschein, der nach einer ausführlichen Einweisung ausgehändigt wird, ist ausreichend.

Baden ist fast überall möglich. In den Strandbädern ebenso wie an den kleineren Seen. Zum Schutz der Tiere, die am Wasser leben, ist allerdings die Benutzung der offiziell ausgeschilderten Badebereiche zu empfehlen. Vor allem mit kleinen Kindern sollten unbedingt die gut überschaubaren und flacheren Badestrände gewählt werden.

Wer nicht selbst hinter das Ruder, aber auf den See möchte, ist einem der zahlreichen Fahrgastschiffe gut aufgehoben, die regelmäßige Rundfahrten und Ausflüge anbieten.

Für Angler ist die Seenlandschaft ein wahres Paradies. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten an ausgeschilderten und erlaubten Stellen zu angeln.

Unterwegs mit dem Hausboot

Die Mecklenburger Seenplatte mit ihren unzähligen Seen und Kanälen ist auch eines der schönsten Hausboot-Gebiete in ganz Deutschland. Und das funktioniert denkbar einfach, denn für die Anmietung und Verwendung eines Hausbootes braucht man in Mecklenburg keinen Sportbootführerschein. Somit kann man die Mecklenburger Großseen einschließlich der Müritz (am Westufer entlang der Betonnung) und die Kleinseenplatte in Brandenburg und Mecklenburg bis Zehdenick (Schleuse Liebenwalde, südlich von Zehdenick) führerscheinfrei befahren. Startpunkte sind somit die Häfen in Untergöhren, Lübz, Jabel, Waren, Buchholz, Marina Wolfsbruch oder Fürstenberg. Die Fahrt kann nach einer kurzen theoretischen und praktischen Unterweisung vor der Übernahme des Hausbootes angetreten werden. Beliebte Hausboote für die Erkundung der genannten Region ist das Nicols Estivale Quattro FLY C, das bei zwei Kabinen 4+2 Personen Platz bietet, und das Tarpon 42 N, das bei vier Kabinen Raum für 10+2 Personen bereithält.

Wandern, Radfahren oder Reiten

Wer die Landschaft nicht nur vom Wasser aus erleben möchte, kann sie beim Wandern ausführlich erkunden. Am Ufer des Müritz Sees entlang und durch die Buchenwälder des Müritz Nationalparks verlaufen viele ausgeschilderte Rundwege, die herrliche Wanderungen in ursprünglicher Natur versprechen.

Auch für Radfahrer gibt es zahlreiche Fahrradstrecken entlang der Seen. Durch die recht flache Landschaft können auch einfachere Radtouren für die ganze Familie einen erlebnisreichen Tag gestalten. An vielen Orten und in den meisten Pensionen und Hotels besteht die Möglichkeit Fahrräder zu mieten.

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Warum nicht einmal auf saftigen Wiesen und über Feld- und Waldwege reiten? In der Region gibt es mehrere Höfe auf den Reitstunden genommen werden können oder Pferdewanderungen angeboten werden.

Dort wohnen wo andere urlauben

Natürlich ist die Mecklenburger Seenplatte nicht nur als Urlaubsdestination beliebt, sondern auch als möglicher Wohnsitz. Das hat auch die Immobilienbranche frühzeitig erkannt und bietet in der gesamten Region ein umfangreiches Angebot an unterschiedlichen Objekten. Da in den vergangenen Jahren der Immobilienmarkt starken Veränderungen ausgesetzt war, ist es unerlässlich, sich dem Thema Miete oder Kauf von Objekten professionell anzunähern. Denn die Nachfrage nach Wohnraum ist stark gestiegen und damit auch die Preise. Immobilienmakler gelten als erste Ansprechpartner bei der Suche und unterstützen auch bei rechtlichen und finanztechnischen Fragen.

Mecklenburger Seenplatte – die Reise lohnt sich

Es gibt viele Gründe die wunderschöne Mecklenburger Seenplatte zu besuchen, die mit ihren glitzernden Seen jeden begeistert. Die 1000 Seen mit dem Schiff zu erkunden. Im größten, vernetzten Wassersportgebiet in Europa bei einem Aktivurlaub neue Energie zu tanken. Mit der Familie Zeit auf einem Hausboot zu verbringen. Den Müritz Nationalpark, der zum UNESCO Weltnaturerbe gehört, zu durchwandern oder in den Naturparks tief durchzuatmen, Entspannung und Kraft finden. Die historische Landschaft mit der Besichtigung beeindruckender Gutshäuser und Schlösser zu erkunden. Das Teleskop aufzubauen und in einem Gebiet ohne Lichtverschmutzung den sagenhaften Sternenhimmel zu erkunden.

Jeder Besucher findet hier individuelle Möglichkeiten die Seele baumeln zu lassen, etwas für seine Erholung zu tun und seine ganz persönlichen Glücksmomente zu finden.

Wesenberg und die Mecklenburgische Seenplatte – mehr als ein Geheimtipp

Sie zählt zu den Geheimtipps für Erholungssuchende: die Mecklenburgische Seeplatte. Eine bekannte Gemeinde in diesem Landkreis ist Wesenberg. Der Erholungsort befindet sich mitten in der Naturerlebnisregion Mecklenburgische Seenplatte und punktet neben viel unberührter Natur auch mit zahlreichen bauhistorischen Denkmälern.

Die Landschaft lockt mit einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt und auch die kulturhistorischen Schätze sind bedeutsam. Die Landstadt Wesenberg ist von vielen Seen, die durch kleine Kanäle miteinander verbunden sind, gekennzeichnet. Die Stadt selbst liegt am Rand der Deutschen Alleenstraße und bildet den südlichen Eingang zum Müritz Nationalpark.

Historische Burganlage

Als ein Highlight der Stadt gilt die Burganlage Wesenberg mit Fangelturm. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert zum Schutz der Stadt erbaut. Durch die Begleiterscheinungen des „30-jährigen Krieges“ können in der Gegenwart allerdings nur noch der erhaltene Torso des Bergfrieds, auch Fangelturm genannt, und Teile der Burgmauer näher in Augenschein genommen werden. Der Fangelturm ist heute ein beliebter Aussichtsturm. Die noch vorhandenen Räumlichkeiten der Burg werden gegenwärtig als Heimatstube mit einer Ausstellung über Fischerei und regionale Geschichte, als Forstmuseum und Touristeninformation genutzt. Freunde der mittelalterlichen Kultur kommen beim alljährlichen Burgfest mit historischem Umzug, Ritterschauspielen, Tanz und Feuerwerk auf ihre Kosten.

Klassische Hügelburg mit Alt- und Neubestand

Die Burg selbst liegt auf einem Hügel nordöstlich von Wesenberg, genauer gesagt im Osten des alten Stadtkerns und südlich am Ende des Woblitzsees. Ursprünglich war die Burg im Rechteck angelegt, heutzutage sind aber nur mehr zwei neu aufgebaute Gebäude und wie erwähnt die Ringmauer und der Bergfried erhalten. Die Burg ist eine klassische Hügelburg, die in früheren Tagen einen mit Seewasser gespeisten Ringgraben hatte. Gegenwärtig befindet sich in dem ehemaligen Graben ein Spielplatz und ein Park. Im Burghof lässt sich dann der Alt- deutlich vom Neubestand unterscheiden. Die bis in die Gegenwart erhaltene Wehrmauer besteht aus Naturstein und unterscheidet sich somit vom jüngeren Backstein und den in weiß gehaltenen Gebäudewänden. Dem Bergfried werden seine früheren Aufgaben auch in der Gegenwart zuteil. Im Erdgeschoss des Turms befindet sich eine Tür, um in den Turm zu gelangen, nach oben zu steigen und die Aussicht zu genießen. Besucherinnen und Besucher können auch den ebenfalls höhergelegenen früheren Eingang des Bergfrieds erblicken. Der Burghof kann jederzeit besichtigt werden, wobei ein Rundweg durch das parkähnliche Gelände führt. Dieser führt durch den früheren Graben, der aktuell nicht mehr mit Wasser befüllt ist.

Vielfältige Sehenswürdigkeiten

Nicht weit entfernt von der Burganlage befindet sich das Spielzeugmuseum in der Villa Pusteblume. Dort gibt es altes Spielzeug und mechanische Musikinstrumente zu besichtigen. Von der Geschichte der Stadt zeugt neben dem historischen Marktplatz auf die im 14. Jahrhundert errichtete St. Marienkirche im gotischen Stil. Ergänzt wird der bauhistorische Rundgang durch den Findlingsgarten und die sich im Stadtteil Ahrensberg befindliche einzige erhaltene Hausbrücke Norddeutschlands. Kulturell Interessierte werden im Skulpturenpark „Künstler BEI WU“ mit Ausstellungsstücken verschiedener Kunstrichtungen internationaler Künstler ihre Freude haben.

Im Land der 1.000 Seen

Viel Platz für Erholungssuche bietet die Mecklenburgische Seenplatte mit ihren über 1.000 Seen. Sie liegt größtenteils im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern und ragt südöstlich in das Bundesland Brandenburg hinein. Das imposante Seengebiet im Nordosten Deutschlands erstreckt sich über einen rund 30 Kilometer breiten und 240 Kilometer langen Streifen – beginnend im östlichen Teil Lübecks, über die mecklenburg-vorpommerische Hauptstadt Schwerin und den Müritz, mit einer Fläche von 112,6 Quadratkilometern einer der größten (Binnen-)Seen Deutschland bis hin zum Kleinseengebiet bei Neustrelitz mit der Stadt Eberswalde. Insgesamt kommt die Mecklenburgische Seenplatte auf eine Fläche von 6.000 Quadratkilometer.

Hausboot-Urlaub liegt im Trend

Die imposante Größe der Seenlandschaft lädt zum Urlauben und Entspannen ein. Wer dabei nicht immer an einem Ort bleiben möchte, der kann mit seinem Reisedomizil auf die Reise gehen. Wie das funktionieren soll? Mit einem Hausboot. Dieses ist Unterkunft und Reisegefährt in einem und mit diesem lassen sich die vielfältigen Naturschönheiten in der norddeutschen Region erkunden. Hausboote gibt es in unterschiedlichen Größen, sind unkompliziert zu mieten und außerdem können große Teile der Mecklenburgischen Seenplatte führerscheinfrei befahren werden. Möglich macht das die sogenannte „Charterscheinregelung“: Durch einen Charterschein ist der Inhaber berechtigt, für die Dauer des Hausbootfahrt die Gewässer auf er Müritz und der Mecklenburgischen Seenplatte ohne speziellen (Boots-)Führerschein zu befahren.

Beliebte Routen zu Wasser

Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit dieser Fortbewegungsart haben sich auch beliebte Routen herauskristallisiert. Eine ist zum Beispiel die Strecke Fürstenberg – Mirow – Waren – Röbel – Rheinsberg – Fürstenberg. Bei dieser Route werden 225 Kilometer absolviert und im Zuge dessen zehn Schleusen passiert. Als Dauer für die Strecke ist eine Woche veranschlagt. Etwas kürzer, nämlich ist drei bis vier Tagen, ist die Strecke Marina Wolfsbruch – Rheinsberg – Priepert – Neustrelitz – Marina Wolfsbruch zu bewältigen. Die Streckenlänge beträgt hier 66 Kilometer, wobei es acht Schleusen zu passieren gilt. Eine Dauer von einer Woche hat auch die Route Waren – Plau – Lübz – Malchow – Röbel – Rechlin – Waren. 117 Kilometer Strecke mit acht Schleusen und drei Brücken sind zurückzulegen. Bei wem das Wort „Schleuse“ Unbehagen hervorruft, dem kann Entwarnung gegeben werden – das Passieren stellt auch für ungeübte Kapitäninnen und Kapitäne kein Hindernis dar. Die Schleusen der Mecklenburgischen Seenplatte sind kostenfrei und vollautomatisch (automatische Selbstbedienung“ bzw. mit einem Schleusenwärter ausgestattet und haben an allen Tagen (auch Feiertagen) geöffnet.

Paradies für Wassersportler

Auch ohne Hausboot ist die Mecklenburgische Seenplatte auf jeden Fall eine Reise wert. Die Landschaft bietet eine Vielzahlt optischer Reize und ist auch Wasserurlauber ein wahres Paradies. Das Wasser lädt zu vielen Möglichkeiten ein, unter anderem können Boots- und Kanutouren sowie Floßfahrten unternommen werden. Daneben gibt es genügend Raum zum Surfen, Segeln und natürlich kommt auch der Angelsport nicht zu kurz. Sollte das Wetter einmal nicht wasser(sport)tauglich sein, so laden charmante Hafenstädte zum Besichtigen ein. Wenig überraschend steht die Mecklenburgische Seenplatte auch bei Campern hoch im Kurs. Einer der größten Anbieter in diesem Sektor, Haveltourist, betreibt alleine neun Campingplätze direkt am Wasser. Alle davon sind komfortabel ausgestattet und bieten zahlreiche Möglichkeiten der Ruhe und Erholung. Verlässt man den Campingplatz oder andere bebaute Gebiete, so lockt viel unberührte Natur die Erholungssuchenden. Wem das aber alles zu ruhig sein sollte, der kann in weniger als zwei Stunden Autofahrt die Bundeshauptstadt Berlin oder die mecklenburgische Ostseeküste erreichen.